Geschichte

Die letzte vergleichbare Karwendelrundfahrt fand 1990 statt.

Zwei Jahre vorher, zur 11. Auflage, widmete die "Tiroler Tageszeitung" der Veranstaltung einen ausgiebigen Bericht auf drei Vollseiten, wie ein Blick ins Archiv zeigt: 11. Karwendelrundfahrt - Tiroler Tageszeitung, 5. Juli 1988

Wie beim Studium der darin enthaltenen Ergebnislisten auffällt, wurde die Zeit nur auf MINUTEN (!) genau gestoppt.

Aus dem Artikel von Sportredakteur Jo Schmid:

"Was dem Veranstalter der Karwendel-Radtour, dem ÖAMTC - Look - Lattella - Innsbrucker Schwalben", bei seiner Jubiläumsveranstaltung im Vorjahr [Anm.: 1987] versagt blieb, das schaffte er bei seiner elften Auflage. Mit fast 900 Aktiven gab es am Sonntag [Anm.: 3. 7. 1988] eine Rekordbeteiligung - nicht zuletzt auf das ideale Rennwetter am Vormittag zurückzuführen.

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Wie schon in den Vorjahren, standen auch heuer wieder vier Varianten zur Auswahl. Das stärkste Teilnehmerfeld (325) fuhr auf der Strecke "Karwendel Gold" (123 km) mit Start in Scharnitz [...] mit über 290 Teilnehmern [...] Strecke "Karwendel Jubiläum" (205 km). Fast die Waage hielten sich "Karwendel extrem" (135 km) und "Familientour" (36 km) mit 135 bzw. 124 Startern. Erfreulich der enorme Zuwachs bei der Familientour gegenüber dem Vorjahr. 124 Eltern nahmen heuer fast durchwegs mit ihren Kindern das Rennen auf.

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Die "Hobbyradler": Auch sie werfen bei ihrer Fahrt immer noch einen Blick auf die Uhr, suchen eine Art Selbstbestätigung, nehmen aber gewisse Annehmlichkeiten gerne in Kauf. Anders die "Gesundheitsradler": Für sie steht das Wohlergehen im Vordergrund. Sie fahren Rad der Gesundheit wegen. Überbeanspruchungen werden vermieden.

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Den Sieg der "Jubiläumstour" holte sich der Kanadier William Sproull in 5:41 Stunden. Er erreichte auf den 205 Kilometern, bei denen die Steigungen von Mötz nach Barwies, Telfs - Buchen und Leutasch - Seefeld zu absolvieren waren, eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 km/h. Schnellster in der "Extremtour" war Franz Schreiner in 5:21 Stunden. Die Bestzeit auf der "Karwendel-Gold-Strecke" fixierte der Jerzener Stefan Hutter in 3:27 Stunden. Auf der "Familienstrecke" war Konrad Brandner (Axams) in 1:13 Stunden der Schnellste. Die ältesten Teilnehmer waren Fritz Zimmermann (Geburtsjahr 1909) und Franz Hermann (1912); beide wählten die Strecke "Karwendel Gold".

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Ein Lob gebührt dem Veranstalter mit Obmann Ernst Dengg an der Spitze. [...] Der besondere Dank des Veranstalters [selbst] richtete sich aber in erster Linie an alle Teilnehmer, denn sie unterstützen mit ihrer Teilnahme die Nachwuchsarbeit des Vereins. [...] Der Reinerlös der Karwendel-Radtour kommt ausschließlich der Jugendförderung zugute."

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